Carson Rayhill: Aus Loogootee in die „Großstadt“ Neuruppin

Patenschafts-Programm des Bundestages: Steineke trifft Austauschschüler

Carson Rayhill (l.) mit Sebastian Steineke MdB in Kränzlin
Carson Rayhill (l.) mit Sebastian Steineke MdB in Kränzlin


Noch bis Juli dieses Jahres ist die Gemeinde Märkisch Linden das Zuhause von Carson Rayhill. Nach Kränzlin hat es den jungen Mann aus dem US-Bundesstaat Indiana über das Parlamentarische Patenschafts-Programm des Deutschen Bundestages verschlagen.

Mitten hinein in den Wahlkreis von Sebastian Steineke, der als Bundestagsabgeordneter für Ostprignitz-Ruppin die Patenschaft von Carson für die Dauer seines Aufenthaltes in Deutschland übernommen hat.

„Es sind immer wieder spannende Begegnungen mit jungen Menschen, auf die ich mich jedes Mal sehr freue“, sagt Sebastian Steineke, der seit 2014 das Programm unterstützt und seitdem jedes Jahr junge Menschen aus dem Wahlkreis für einen Aufenthalt in Amerika gewinnen konnte.

Zuhause bei seiner Gastfamilie Susanne und Alexander Engel gab es jetzt Gelegenheit für ein erstes Kennenlernen. Unter dem Wimpel des Sportklubs „Indiana Hoosiers“, der unübersehbar im Wohnzimmer von Familie Engel an der Wand hängt, berichtete Steineke über seine Arbeit im Bundestag und ließ sich Carsons bisherige Eindrücke seines Alltages in Deutschland schildern.

Dabei wird schnell klar: Berührungsängste hat der 17-jährige keine. Gerne nutzt er das Gespräch, um seine Deutsch-Kenntnisse auszuprobieren. Sein Heimatort Loogootee hat nur knapp 2700 Einwohner und liegt auf halber Strecke zwischen Louisville/Kentucky und Indianas Hauptstadt Indianapolis. Provinz also im Vergleich zur „Großstadt“ Neuruppin, wo Carson die zehnte Klasse des Schinkel-Gymnasiums besucht. Es dauerte nicht lange, bis Carson ins märkische Landleben integriert war. Kurz nach seiner Ankunft im Sommer 2016 schlüpfte er ins Kostüm und nahm als Schinkel am Umzug durch Kränzlin teil. Neben seinen Hobbys Tennis und Golf ist er sehr musikalisch – er singt im Märkischen Jugendchor und im Orchester spielt er das Waldhorn. Und wenn dann noch Zeit bleibt, erkundet Carson Europa: In Dänemark und Finnland war er schon, im Mai geht es nach Italien. Und zwischendurch kommt die Familie zu Besuch. Da steht natürlich ein Besuch in Berlin und im Bundestag ganz oben an.

Sebastian Steineke freut sich schon, wenn er Carson und seiner Familie seinen Arbeitsplatz zeigen kann. Auf eine Begegnung hofft Carson aber ganz besonders: „Wenn ich die Bundeskanzlerin Frau Merkel kennen lernen könnte, wäre das echt super.“

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