Redmann/Steineke: „Bahnfahrer werden weiter vertröstet“

Heute wurde in Berlin die Rahmenvereinbarung für das Entwicklungskonzept für die Infrastruktur des Schienenverkehrs in Berlin und Brandenburg von der Deutschen Bahn und den beiden Ländern unterzeichnet und vorgestellt. Der „Prignitz-Express“ der Linie RE6 hat Einzug gefunden, was allerdings lediglich bedeutet, dass die Varianten der Machbarkeit für eine Direktanbindung auf lange Sicht überprüft werden sollen. Der CDU-Landtagsabgeordnete aus Wittstock und Vorsitzende der CDU Ostprignitz-Ruppin, Dr. Jan Redmann, und der Neuruppiner Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke reagierten ernüchternd auf die Erklärung. Seit Jahren setzen sich die beiden CDU-Abgeordneten in Gesprächen auf allen Ebenen für eine schnelle Umsetzung einer Direktverbindung ins Berliner Zentrum ein. Von dem heute präsentierten Ergebnis zeigen sie sich enttäuscht.

Hierzu erklärt der Vorsitzende der CDU OPR und Landtagsabgeordnete, Dr. Jan Redmann:
 
„Die Rahmenvereinbarung ist eine Absichtserklärung, nicht mehr und nicht weniger. Die zügige Umsetzung der Direktanbindung des Prignitz-Express ins Berliner Zentrum fordern wir schon lange. Es ist schön, dass die Landesregierung die Bedeutung des Projektes endlich erkannt hat. Allerdings spricht das Konzept lediglich von Untersuchungen. Es droht also wieder eine jahrelange Prozedur, bei der nichts passiert. Die Menschen aus der Prignitz und dem Ruppiner Land werden wieder vertröstet. Statt das Projekt totzuprüfen, muss das Land endlich liefern und die konkreten Planungen vorantreiben.
 
Der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion OPR, Sebastian Steineke MdB ergänzt:
 
„Die erneute Ankündigung, die Direktanbindung des Prignitz-Express ins Berliner Zentrum zu untersuchen, kostet wieder viel Zeit und Geld. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Bahn jüngst angekündigt hat, zunächst Arbeiten im Signalbereich an der S-Bahn auf der Strecke vorzunehmen, was sich voraussichtlich bis 2023 hinzieht, wäre es wichtig gewesen, nun Nägel mit Köpfen zu machen. Wir können nicht mehr jahrelang warten, bis das Projekt aus der Untersuchungsphase in eine mögliche Realisierungsphase übergehen soll. Das ist inakzeptabel und den Menschen in unserer Region nicht mehr zu vermitteln.
 

 

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