Pflegedienst will erweitern

Angebot in Dabergotz kommt so gut an, dass noch in diesem Jahr acht weitere Plätze geschaffen werden sollen

Dabergotz. Den APD-Pflegedienst Miteinander gibt es zwar erst seit gut einem Jahr in in Dabergotz, doch das Betreuen von pflege- und hilfsbedürftigen
Personen kommt so gut an, dass die beiden Geschäftsführer Robert Lorenz
und Timm Rudel ihr Angebot in Dabergotz noch in diesem Jahr um acht Plätze für Intensivpatienten aufstocken wollen. Darüber ist auch Bürgermeister
Ulrich Krebs froh. Ist doch durch den Pflegedienst, der zudem eine Außenstelle in Fehrbellin betreibt und in der Gemeinde 45 Klienten betreut,
ein Schandfleck im Dorf verschwunden. Lorenz und Rudel haben das einstige
Gutshaus, das schon als Arztpraxis, Konsum, Krippe und Wohnraum diente und zuletzt längere Zeit leer stand, völlig umgebaut. Das war nicht ganz
einfach. Denn von der Sparkasse in Neuruppin erhielten sie keinen Kredit, um die Arbeiten finanzieren zu können. Also schrieben sie einen Businessplan und wandten sich an die Volks- und Raiffeisenbank Prignitz. Diese hatte
mehr Vertrauen in die Pläne der beiden Geschäftsmänner, so dass die ersten fünf Bewohner im Oktober 2016 in das einstige Gutshaus einziehen konnten, das für rund 500 000 Euro saniert wurde. „Es ist ein kleines Schloss daraus
geworden“, sagte Bürgermeister Krebs, als er sich am Mittwoch gemeinsam mit dem Neuruppiner CDU-Bundestagsabgeordneten Sebastian Steineke in dem Gebäude umsah. Auch Steineke zeigte sich angetan. Zumal ihm Rudel
erklärte, dass der Pflegedienst keinerlei Personalprobleme habe. „Wir haben
23 Angestellte und noch fünf Bewerbungen“, sagte der Geschäftsführer. Zudem werde den Angestellten auch ein Weihnachts- sowie Urlaubsgeld gezahlt. Im Gegenzug müssen die Mitarbeiter den Dienst aber auch so absichern, dass die Bewohner und Patienten 365 Tage im Jahr und
24 Stunden am Tag versorgt werden. Die Geschäftsführer wissen, was sie von ihren Mitarbeitern verlangen: Rudel ist Vater von zwei Kindern, Lorenz wird demnächst zum zweiten Mal Vater. Um sich breiter aufstellen zu können, hat der Pflegedienst im Dezember sogar noch einen Fahrdienst gegründet.
Schließlich betreuen sie inzwischen selbst in Dreibrück Patienten. Zudem haben sie sich auch auf die ambulante Palliativversorgung spezialisiert und dafür eigens Personal eingestellt. Sebastian Steineke staunte. Hatte doch der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) erst im Dezember informiert, dass er sich wegen des Mangels an Fachkräften von diesem Geschäftsbereich im Fehrbelliner Umland zurückzieht. Die Folge: 70 Frauen und Männer benötigten einen neuen Pflegedienst.

 

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