Tiemann und Steineke direkt in den Bundestag

CDU gewinnt auch in den Wahlkreisen 56 und 60 bei Erst- und Zweitstimmen

Havelland/Brandenburg. Aus genau 299 Wahlkreisen stammen die Gewinner der Direktmandate für den Bundestag. Im 60., dieser war 2013 der einzige im Land Brandenburg gewesen, wo ein SPD-Kandidat gewann, hat nun Dietlind Tiemann von der CDU das Ticket nach Berlin gelöst. Parteifreund Sebastian Steineke wurde im Wahlkreis 56 wieder gewählt. Der Westen des Havellands ist zu Bundestagswahlen zweigeteilt. In den Norden und Osten der Region (mit Amt Rhinow, Friesack und Nennhausen) ragt der Wahlkreis 56 (Prignitz/Ostprignitz-Ruppin/Havelland I) hinein. Bei den Erststimmen, die Sebastian Steineke dort holte, kam die CDU auf 30,8 Prozent. Vor vier
Jahren waren es noch 33,3 Prozent gewesen. Brandenburgs Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann, die sich erstmals um ein Bundestagsmandat bewarb, holte im Wahlkreis 60 (Brandenburg an der Havel/Potsdam-Mittelmark I/Havelland III/Teltow-Fläming I) 31,8 Prozent der Erststimmen. Parteifreundin Andrea Voßhoff hatte 2013 noch 32,8 Prozent geholt, die aber nicht reichten gegen den damaligen SPD-Kandidaten Frank-Walter Steinmeier, der mit 33,2 Prozent der Erststimmen in den Bundestag wieder gewählt wurde. Die CDU hat den Durchmarsch im Land Brandenburg
wieder nicht ganz geschafft. Diesmal ging der Wahlkreis 61 (Potsdam/Potsdam-Mittelmark II/Teltow-Fläming II) an die SPD. Im Land Brandenburg kommt die CDU auf einen Erststimmenanteil von 29 Prozent, die SPD auf 20,5 Prozent, die AfD auf 19,4 Prozent, die Linke auf 17,2 Prozent,
die FDP auf 5,1 Prozent und die Bündnisgrünen auf 4,5 Prozent. Alle Zahlen hat der Landeswahlleiter auf www.wahlen.brandenburg.de veröffentlicht.

Insgesamt gibt es im Land nur zehn Wahlkreise. Neun CDU Kandidaten und ein SPD-Kandidat schafften es auf direktem Weg in den Bundestag, der in
der nun endenden Legislaturperiode rund 630 Mitglieder zählt. In der nächsten werden ihm 709 Mitglieder angehören. Darunter befinden sich die 299
Gewinner von Direktmandaten aus ganz Deutschland. Die anderen
Bundestagsmitglieder ziehen über die sogenannten Landeslisten ins Parlament ein. Jede Partei hat in den jeweiligen Bundesländern solche Listen mit Namen erstellt, auf Platz 1 jeweils der Spitzenkandidat. Wie viele Politiker pro Partei es aus Brandenburg nun in den Bundestag schaffen, haben die hiesigen Wähler durch ihre Zweitstimmen beeinflusst. Dabei kommt die CDU auf 26,7 Prozent, gefolgt von der AfD mit 20,2 Prozent. Die SPD holte 17,6 Prozent, die Linke 17,2 Prozent, die FDP 7,1 Prozent und die Bündnisgrünen 5 Prozent. Fast in allen Wahlkreisen hat die CDU auch bei den Zweitstimmen die Nase vorn. Mit 29,7 Prozent fuhr sie im Steineke-Wahlkreis 56 ihr insgesamt bestes Ergebnis ein. Das schlechteste erzielten die Christdemokraten im Wahlkreis 64 (Cottbus/Spree-Neiße) mit nur 24,1 Prozent. Dort hat die AfD 2,7 Prozent mehr Zweitstimmen
geholt. Es ist der einzige WK, wo die CDU bei den Zweitstimmen nicht vorn liegt.

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