Woidke setzt auf Cottbus - MHB droht herunter zu fallen

Die Landesregierung beabsichtigt die Einrichtung einer medizinischen Fakultät an der BTU Cottbus. Die Kosten dafür soll der Bund tragen. Hierzu erklärt der Kreisvorsitzende der CDU Ostprignitz-Ruppin und Wittstocker Landtagsabgeordnete, Dr. Jan Redmann:
 
"Die überraschende und unabgestimmte Ankündigung des Ministerpräsidenten, künftig eine medizinische Fakultät an der BTU Cottbus einrichten zu wollen, gefährdet die Entwicklung der Medizinischen Hochschule Theodor Fontane (MHB). Ihr Entstehen war ein langer und steiniger Weg, der trotz mangelnder Unterstützung der Landesregierung erfolgreich vollzogen wurde. Nun torpediert der Ministerpräsident die weiteren Entwicklungsperspektiven der MHB in Neuruppin und Brandenburg an der Havel. Bevor im Süden Brandenburgs aus wahlkampftaktischen Gründen neue Lösungen geschaffen werden, muss zunächst ein Konzept vorliegen, wie der für die Region so immens wichtige Standort im Nordwesten Brandenburgs gestärkt und langfristig auf solide Füße gestellt werden kann. Woidke schafft in der Lausitz Fakten, ohne Neuruppin konzeptionell zu berücksichtigen. Dies ist nicht hinnehmbar und schwächt die Standorte Neuruppin und Brandenburg an der Havel massiv.“
 
Der Neuruppiner Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion OPR, Sebastian Steineke, ergänzt:
 
„Grundsätzlich ist das Einsehen der Landesregierung, dass Brandenburg dringend eine eigene Medizinerausbildung benötigt, begrüßenswert. Das darf jedoch niemals auf Kosten der MHB gehen. Sie wurde gegründet, weil wir einen gravierenden Ärztemangel in Brandenburg haben und die Landesregierung sich nicht in der Lage sah, etwas dagegen zu tun. Dass Woidke nun ausgerechnet der MHB in den Rücken fällt, ist ein ungeheuerlicher Vorgang.“

 

Nach oben