Alle Balkenköpfe werden ersetzt

Das Dach der Dorfkirche in Jabel wird zurzeit saniert – um die Finanzierung war lange gerungen worden

Jabel. Die Balken-Enden sind durchgefault, zum Teil gar nicht mehr vorhanden: Wie nötig die Sanierung des Daches der Dorfkirche in Jabel ist, zeigt ein Blick ins Oberstübchen des Gebäudes. Dort sind Zimmerer zurzeit dabei, die Schäden zu beheben. Der Dachstuhl der Dorfkirche ist eine Baustelle, die über Bohlen begehbar ist. Das Dach wurde zum Teil aufgenommen, damit schlechtes Holz entfernt und neues eingesetzt werden kann. Zimmerer Pit Dobenecker klopft mit einem Beil nur leicht gegen das Holz, das sich sofort löst. „Alle Balkenköpfe müssen ersetzt werden“, sagt Bauleiter Marek Fiedorowicz vom Ingenieurbüro für Baustatik und Sanierungsplanung (IBS). Es sind mehr als 40 Stück. Damit sie länger halten als ihre Vorgänger, werden sie so verbaut, dass Luft sie umschließen kann. Die alten Exemplare waren eingemauert worden. Wie schlecht ihnen das über die Jahre hinweg bekam, ist nicht zu übersehen. „Von außen waren die Schäden kaum zu erkennen“, sagt Pfarrer Berthold Schirge. Er ist froh darüber, dass die Dachsanierung endlich realisiert werden kann. „Das war höchste Zeit.“ Die Arbeiten ziehen sich voraussichtlich noch bis in den Spätsommer. Sie schließen auch die Neueindeckung des Daches des Kirchenschiffes ein. Um die Finanzierung des Projektes war lange gerungen worden. Letztlich zogen viele Beteiligte an einem Strang – die Stiftung  Preußisches Kulturgut ebenso wie die Landeskirche, der Kirchenkreis Wittstock-Ruppin, die Gemeinde Heiligengrabe oder der örtliche Malermeister
Fred Wehland, der die Rüstung kostenlos zur Verfügung stellte. Für den Löwenanteil jedoch sorgte der CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steinecke, der sich dafür einsetzte, dass Bundesmittel in Höhe von 100 000 Euro aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm VI bereitgestellt wurden.
Denn die Bohlensparrendach-Konstruktion ist in Brandenburger Kirchen sehr selten – die Dorfkirche, Baujahr 1803, deshalb eine Rarität. Zudem hatte Pfarrer Berthold Schirge schon 2016 mit Nachdruck klar gemacht, dass dem Gotteshaus ohne eine Sanierung in wenigen Jahren aus Sicherheitsgründen sogar eine Schließung drohen könnte. So lange die Dorfkirche in Jabel eine Baustelle ist, finden die Gottesdienste in der örtlichen Altlutherischen Kirche statt, teilt Berthold Schirge mit.


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