In Oranienburg saßen alle in einem Boot

Wassertourismus

Zwei Stunden könnten sich Bootsfahrer schenken, wenn sie vom Oranienburger Schlosshafen aus durch die Friedenthaler Schleuse in die Ruppiner Gewässer fahren könnten. Doch dazu müsste die Friedenthaler Schleuse erst mal wieder aufgebaut sein. Alle, die dafür zuständig wären.

Bei der Tour über die Oranienburger Gewässer saßen am Dienstag in der Tat alle in einem Boot, die etwas mit dem Thema Friedenthaler Schleuse zu tun haben. Die Wassertourismus Initiative Nordbrandenburg (Win) hatte dazu eingeladen, sich ein Bild zu machen, warum es für Oranienburg so wichtig ist, die ehemalige Verbindung zwischen der Havel und den Ruppiner Gewässern mit dem Bau der Schleuse Friedenthal wiederzubeleben.

„Wir liegen hier an einer Sackgasse“, sagte Hafenmeister Hans-Jürgen Zander. Nur 500 Meter die Havel aufwärts geht es nicht mehr weiter. „Um in die Ruppiner Gewässer zu kommen, müssen die Bootsführer zwei Stunden Umweg in Kauf nehmen“, sagt der Hafenmeister am Schlosshafen. „Wenn wir eine Schleuse hätten, kämen natürlich mehr.“ In Oranienburg seien 1000 Leute befragt worden. Das Ergebnis: Die meisten Schiffsführer würden sogar drei bis vier Euro fürs Schleusen bezahlen. In vielen Wasserkarten sei zudem die Verbindung so eingezeichnet, sagte Zander, dass viele denken, in der Havel ginge es weiter. Die Wasserschutzpolizei Brandenburg hatte unter anderen Peter Seus vom Bundesverkehrsministerium, Regina Jeske vom Wasser- und Schiffahrtsamt des Landes, die drei Landräte aus Barnim, Ostprignitz Ruppin und Oberhavel, Oranienburgs Baustadtrat Frank Oltersdorf und die CDU-Bundestagsabgeordneten Uwe Feiler und Sebastian Steineke an Bord.

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