Bund will viel Geld in Ortsumfahrungen an der B 167 stecken

Verkehrsministerium plant, mehr als 67 Millionen Euro für verkehrsentlastende Strecken zu reservieren / Land muss aber erst die Planung hinbekommen

Ostprignitz-Ruppin (crs) Neben der Autobahn A 24 ist der Bund im Landkreis Ostprignitz-Ruppin auch für die vier Strecken der Bundesstraßen 5, 167, 189 und 122 zuständig. Dass eine davon – die B 167 – in die oberste Kategorie des dringenden Baubedarfs in den Bundesverkehrswegeplan 2030 rutscht,
ist nicht selbstverständlich, sagt der Bundestagsabgeordnete Sebastian
Steineke (CDU) am Donnerstag. „Deshalb bin ich hochzufrieden mit dem Plan. 20 Jahre lang ist bei der B 167 nichts passiert. Jetzt ist sie drin“ 67,4 Millionen will der Bund in Umfahrungen für B 167-Orte stecken. In die oberste Kategorie des dringenden Baubedarfs landeten allerdings erstmal nur die Städte und Gemeinden östlich der Anschlussstelle zur A 24: Neuruppin, einschließlich Alt Ruppin, Wulkow und Herzberg sind darunter. Auch
Ortsumfahrungen für Dabergotz, Kerzlin und Wildberg stehen in diesem Plan – allerdings nur in der nachgeordneten Kategorie „Weiterer Bedarf“. Diese Ortsumfahrungen würden noch einmal 28 Millionen Euro kosten. 

Für die einen wie für die anderen Ortsumfahrungen gilt aber das Kürzel „OP“. Das bedeutet weniger, dass schon am Patienten – den mit Verkehr völlig
überlasteten Ortsdurchfahrten – operiert wird, sondern vielmehr: „Ohne Planungsbeginn“. Tatsächlich ist es nach einem Beschluss des Bundestages zum Bundesverkehrswegeplan 2030 Sache der Länder, die Planung zu starten. Brandenburg hat dafür den Landesbetrieb Straßenwesen. „Das wird wie bei der B 96 in Fürstenberg sicher extrem schwierig“, weiß Steineke. Aber mit dem vordringlichen Bedarf, den der Bund jetzt festgeschrieben hat, seien die Zeichen gesetzt: „Mittelfristig wird es beplant werden, um zu sehen: Was geht überhaupt?“, so Steineke. Mit der B 189 ist eine weitere Ostprignitz-Ruppiner Strecke im dringlichsten Bedarf angemeldet worden. 11,8 Millionen unter anderem will der Bund reservieren, damit auch Heiligengrabe eine knapp zwölf Kilometer lange Ortsumfahrung erhält. In dem Fall liegt eine Linienführung
schon in der Schublade

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