Bewegung beim Gut Gentzrode

Neuruppins Stadtverwaltung und Investoren sprechen über weitere Schritte

Gentzrode (RA) Nach Jahren des Stillstands ist kurz vor Ostern neue Bewegung in die Bemühungen um den Erhalt des denkmalgeschützten Guts
Gentzrode gekommen. Die Stadtverwaltung will die Eigentümer unterstützen. Noch fehlt es aber an einem Konzept. An einem von Neuruppins
Baudezernent Arne Krohn anberaumten Vor-Ort-Termin nahmen neben mehreren zuständigen Behörden auch die Eigentümer der Anlage teil. Vor rund sechs Jahren hatte eine türkische Investorengruppe das Gut übernommen und das Areal sichern lassen. Für bis zu 20 Millionen Euro sollte das im 1876/77 im maurischen Stil errichtete Anwesen modernisiert
und zu einer Luxusherberge ausgebaut werden. Doch dazu kam es bisher nicht, stattdessen schritt der Verfall trotz Sicherungsmaßnahmen fort.
Gleichwohl befürwortet die Stadt weiterhin eine touristische Nutzung. So sehe es der aktuelle Flächennutzungsplan vor, erklärte Arne Krohn im Nachgang zu der Besichtigung, der weitere Gespräche im Rathaus folgten. „Wir prüfen, welche Hilfestellung die Stadt für das Gut Gentzrode leisten kann“, so der Baudezernent.

So wollen die Stadtverwaltung und die Inkom als kommunaler Dienstleister als nächstes die bereits vorhandene Projektanalyse auswerten, um daraus die nun dringend nötigen Schritte abzuleiten. Einig sind sich aber alle Beteiligten, dass die Zeit drängt. Der Neuruppiner CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian
Steineke sieht gar den Erhalt der Anlage in Gefahr. „Ich bin mir nicht sicher, ob das Gut einen weiteren Winter so überstehen würde“, sagte er im Anschluss
an das von ihm mit initiierte Treffen. „Hier sind erhebliche Investitionen nötig. Und das so schnell wie möglich“, so Steineke weiter. Ähnlich beurteilt auch der
Landkreis die verfahrene Situation. Laut Sprecher Christian Damm gilt ein Gesamtkonzept für die künftige Entwicklung und Nutzung des Areals als Voraussetzung für weitere Schritte.

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