Direktkandidaten für den Bundestag

Ziegler schon nominiert / Zustimmung für Steineke

Ostprignitz-Ruppin (crs) Der OPR-Kreisverband der CDU hat sich erneut dafür ausgesprochen, den Neuruppiner Rechtsanwalt Sebastian Steineke als Kandidaten für die Bundestagswahl 2017 im Wahlkreis 56 aufzustellen. Der gebürtige Hamburger hatte das Direktmandat vor drei Jahren überraschend gewonnen. Nominiert werden soll er bei einer Regionalversammlung am 5. Oktober in Kyritz. Die SPD hatte bereits vor der Sommerpause einen solchen Nominierungsparteitag in Kyritz abgehalten und erneut Dagmar Ziegler ins Rennen geschickt. Sie hatte 2009 das Direktmandat geholt und war vier Jahre später durch ihren hohen Platz auf der Landesliste wieder in den Bundestag
eingezogen. Die 55-Jährige aus Perleberg war lange Jahre Landesministerin, verließ aber das Kabinett von Matthias Platzeck, als dieser 2009 den Koalitionspartner wechselte, und ging in die Bundespolitik. Ziegler hat sich als stellvertretende Vorsitzende ihrer Bundestagsfraktion profilieren können. Die Linke wird ihren Direktkandidaten am 5. Oktober im Autohof Herzsprung nominieren – wohl erneut Kirsten Tackmann. Die Tierärztin aus dem
Wusterhausener Ortsteil Tornow ist agrarpolitische Sprecherin der
Bundestagsfraktion und war 2013 ebenfalls über die Landesliste ins Parlament eingezogen. Der Wahlkreis 56 umfasst auch 2017 wieder die Landkreise Prignitz, Ostprignitz-Ruppin und das nördliche Havelland. Er gehört zu den flächenmäßig größten im Bund. Steineke hatte ihn 2013 mit 33,5 aller gültigen Stimmen gewonnen. Ziegler kam auf 29,6 und Tackmann auf 24,1 Prozent.
Alle anderen Kandidaten übersprangen die Drei-Prozent-Schwelle nicht.

 

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