Landrat scheitert knapp mit Austrittswunsch - Kreis bleibt Mitglied in der Wasserinitiative

Der Kreis bleibt Mitglied in der Wasserinitiative Nordbrandenburg (Win). Dafür hat sich der Kreistag mit knapper Mehrheit ausgesprochen und einen Antrag des Landrates abgelehnt. Die Win hat noch kein Projekt für Ostprignitz-Ruppin gestemmt.

Neuruppin. Knapper ging es kaum. Nach hitziger Debatte hat der Kreistag am Donnerstagabend den Austritt des Kreises aus der Wasserinitiative Nordbrandenburg (Win) abgelehnt. 16 Politiker stimmten für den von Landrat Ralf Reinhardt (parteilos) eingebrachten Antrag, 18 waren dagegen.

"Ich finde es sehr bedauerlich, dass dieser Punkt überhaupt auf die Tagesordnung gekommen ist", sagte Wolfgang Schwericke. Für den SPD-Mann aus Lindow wäre der Ausstieg aus der Win ein "fatales Signal". "Ostprignitz-Ruppin ist doch die Wassersportregion schlechthin." Deshalb sollte der Kreis unbedingt in der Win bleiben und die Mitgliedschaft "nicht in die zweite Liga delegieren".

Der Landrat hatte vorgeschlagen, dass die neue Regionalentwicklungsgesellschaft (Reg), der Nachfolger des Technologie- und Gründerzentrums (TGZ), anstelle des Kreises ab 2015 Mitglied bei der Win wird ‒ und dann auch weniger Mitgliedsbeitrag zahlt. CDU-Mann Sebastian Steineke bezweifelte indes, dass die Reg überhaupt Mitglied bei der Win werden kann. "Dort sind doch bisher nur Kreise, Städte und Gemeinden vertreten." Das müsse ja nicht so bleiben, entgegnete Vize-Landrat Werner Nüse (SPD). Wenn die Win wolle, könne die Satzung "problemlos geändert" und die Reg aufgenommen werden.

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